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SlowUp Basel-Dreiland

Das Dreiländereck einmal hautnah spüren ohne Autoverkehr, ohne Grenzkontollen – einfach gemeinsam mit dem Velo, den Inlinern oder zu Fuß grenzübergreifend Spaß haben und aktiv sein. Das kann man unbeschwert beim SlowUp, einer Reihe von autofreien Erlebnistagen. Wir waren mit unseren Bikes heute beim SlowUp Basel-Dreiland mit von der Partie. 

Unter dem Motto “ Gemeinsam en route: Ensemble unterwegs“ kann man über die drei Länder Frankreich, Schweiz und Deutschland eine Strecke von 62 Kilometern unter die Räder nehmen und das einmal mitten auf den sonst viel befahrenen Straßenführungen. Wir stiegen bei Weil am Rhein ein und düsten über die Fußgängerbrücke direkt ins benachbarte Huningue. Bereits um 11 Uhr wehte einem schon der Duft von Flammenkuchen entgegen. Aber erst einmal galt es zu radeln und das mitten auf der Straße, die man für dieses Event gesperrt hatte. Gut ausgeschildert und mit Absperrbändern und Sperrvorrichtungen vor dem Autoverkehr geschützt zog sich die abwechslungsreiche Strecke durch französischsprachiges Gebiet. In Saint- Louis wurde der radelnde Lindwurm musikalisch empfangen. Überall an der Strecke befanden sich Rastpunkte, an denen für das leibliche Wohl gesorgt war. Begeistert hat mich der Streckenabschnitt, der mitten durch Basel führte. Die Großstadt mal abgasfrei zu erleben, war schon ein besonderes Highlight. Aber auch das Sprachengewirr auf der Strecke hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Zwar sprechen wir unterschiedliche Sprachen, aber waren gemeinsam nur mit Muskelkraft trinational unterwegs. Der Europagedanke wird heute sportlich gelebt, dachte ich bei mir. Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Am Rhein entlang ging es durch Basel vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Münster in Richtung Riehen bzw. Lörrach. Die Straßen füllten sich von Stunde zu Stunde mehr mit Radfahrern, Inlineskatern und Fußgängern. Ob mit Fahrradanhänger, Lastenrädern, Liegefahrrädern oder die Kleinsten mit Laufrädern bewegten sich die Fahrer durch die Landschaft. Dank fast 600 Helfern auf drei Schleifen mit je knapp 20 Kilometern Strecke radelte man sicher und gut geleitet durchs Dreiländereck. Nach zwei Stunden entschieden wir uns dann das Spektakel, welches regen Anklang bei der Bevölkerung findet, zu verlassen, um uns noch ein wenig auszupowern. Auf alle Fälle ist das eine tolle Idee, sich auf diese Weise über die Grenzen hinweg zu begegnen. Wir sind nächstes Jahr jedenfalls wieder dabei und machen uns „en route“.

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