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Durch die Lüneburger Heide – Etappe Nr. 9

Bereits gestern durchfuhren wir das Örtzetal, das wir an diesem Morgen ohne Regen weiter durchstreiften mit Kurs auf Soltau. Ringsum gab es nur Waldgebiet. Erstaunt waren wir darüber, dass so viel Kiefern- und Eichenbäume angepflanzt waren. A propos Wald, das hatte ich ja vergessen zu berichten. Als wir gestern durch die Wälder streiften, hörten wir zunächst ein Jagdhorn und dann einen Schuss. Wir waren mitten in einem Jagdgebiet gelandet und mussten nun noch Angst haben, dass wir nicht mit Wild verwechselt wurden ;-). Wir durchfuhren Munster, dort kann man ein Panzermuseum besichtigen, und erreichten bei Kilometer 23 die Lüneburger Heide. Weiter ging es auf der Deutschen Ferienstraße Alpen-Ostsee. Da mal wieder die Matschwege uns zu einer Umleitung nötigten, fuhren wir über den Ort Döhrle. Was uns dann aber erwartete, war der Hammer. Wir mussten einen Weg kilometerlang mitten durch die Heide fahren. In der Mitte befand sich Kopfsteinpflaster, links ein Fußgängerpfad und rechts die Fahrbahn für die Kutschen, die die Touristen durch die Heide kutschierten. Natürlich war auch der Weg morastig. Auf diesem Heidepfad tummelten sich nun massenhaft Fußgänger, Radfahrer, Pferde, Kutschen und Hund, Katze, Maus. Es war sie reinste Völkerwanderung und wir wurden logischerweise kräftig ausgebremst, da wir nicht durch die Menge preschen konnten. Oft mussten wir in die Wegmitte auf die Holperpiste ausweichen. Süß waren die Heidschnucken, die ja typisch für die Heide sind. Das Heidekraut beginnt auch langsam zu blühen. Das Spektakel endete bei Undeloh und wir waren heilfroh, dass wir dem Massentourismus entkommen konnten. Weiter ging die Reise nach Buchholz in der Nordheide. Unterwegs beobachtete ich Wanderer, die gerade ihre Gummistiefel aus dem Kofferraum holten. Hier braucht man wohl zum Wandern statt Wanderschuhe eher Gummistiefel. Den Nachmittag hatten wir für Familienbesuch reserviert. Anschließend radelten wir noch 17 Kilometer bis zu unserer Unterkunft und siehe da, die Sonne ließ sich wieder blicken, die wir seit Tagen vermisst hatten. Insgesamt kamen wir auf unserer Miniroute auf 77 Kilometer!

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