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Unterwegs auf der Hohen Straße und dem Vulkanradweg – Tag 4 der Deutschlandtour

Heute begaben wir uns auf eine Route, die sehr abwechslungsreich war und auch dieser Tag bot erneut manch Überraschung, Pech und Pannen.
Nachdem wir (wir werden von Tag zu Tag immer flotter) unsere Räder wieder startklar hatten, traf uns fast der Schlag. Der Blick auf das Display verhieß nichts Gutes. Obwohl wir die Akkus der Carver-Bikes die ganze Nacht über geladen hatten, waren sie nur zu einem Drittel wieder voller Energie. Wie konnte das sein? Des Rätsels Lösung erfasste Melanie gleich: Wir hatten eine schaltbare Steckdose erwischt, die auf Zustand „Aus“ ging, wenn das Licht ausgeschaltet wurde. Wir machten uns dennoch hurtig auf den Weg, weil wir dem Onlineversand- und Socialmediateam von  unserem Sponsor Fahrradxxl einen Besuch abstatten wollten. Es war hochinteressant, einmal hinter die Kulissen zu blicken, wie die Strukturen und Arbeitsgebiete in solch einem Unternehmen sind. Aber leider konnten wir uns nicht allzu lange bei Fahrradxxl verweilen, da uns ja auch heute wieder einer langer Biketag bevorstand.
Zunächst hieß es Zähne zusammenbeißen, weil der Weg aufwärts führte. Dabei durfte ich aus Energiespargründen kaum den Motor zuschalten. Atemlos kam ich am höchsten Steigungspunkt an und wurde durch einen tollen Ausblick auf Frankfurt entschädigt. Spaß und Abwechslung boten die vielen Sitz- und Rastgelegenheiten, Kunstwerke und Leseecken auf über 20 Kilometern auf der Hohen Straße. Diese ist eine der schönsten Regionalparkrouten, die zwischen dem hoch über Frankfurt gelegenen Stadtteil Bergen-Enkheim und Hammersbach verläuft. Sie ist aber vor allem ein Weg der Blicke. Die Weite und die Rundumsicht auf die umliegenden Berge machen diese Route zu einem Ort, an den man gerne wieder zurückkehren möchte. Weiter führte uns das Navi auf den Vulkanradweg, dem wir von Altenstadt bis kurz vor Schlitz folgen wollten. Aber unsere Akkus gaben bereits in Ortenberg den Geist auf, sodass wir zwangspausieren mussten. Wir nutzen die Gunst der Stunde für ein ausgedehntes Mittagessen. Mit dem eigenen voll geladenen Akku und mehr Power der Bikeakkus ( diese waren zumindest wieder ein wenig mit Strom aufgeladen) setzten wir unsere Reise fort. Da es aber stetig bergaufwärts ging, dauerte es wieder nicht allzu lange, dass wir uns erneut für eine Pause entscheiden mussten. Bis zu unserem heutigen Etappenziel hätte die Power nicht gereicht und Ober-Seemen war die letzte Ortschaft auf dem Vulkanradweg, in der wir uns das Auffinden einer Steckdose erhofften. Leider entpuppte sich das als kein leichtes Unterfangen. Uns kam, da das gesamte Dorf beim „Märkt“ war, der Geistesblitz, die Kirche aufzusuchen. So kam es, dass wir unsere Akkus im Gotteshaus luden, während wir eine gemütliche Rast- und Vesperpause vor der Kirche einlegten. Zu allem Übel zogen dunkle Wolken auf, die uns einen kurzen Regenguss bescherte und uns in die Regenkleidung zwang. Folglich sputeten wir uns auf dem letzten Streckenabschnitt, obwohl wir nach wie vor bergan fahren mussten. Schließlich erreichten wir voller Erleichterung den höchsten Punkt des Vulkanradweges, der sich auf 579 Höhenmeter befindet. Insgesamt hatten wir bis dato bereits schon insgesamt über 1000 Höhenmeter geschafft und noch ca. 25 Kilometer vor uns. Das Zittern und Bangen, ob der Akku noch ausreicht, wurde trotz der nun möglichen Schussfahrt bergab nicht geringer. Doch ausgepowert, müde und leicht frierend erreichten wir unser heutiges Etappenziel kurz vor Schlitz. Stolz war ich darauf, den gesamten Vulkanradweg abgefahren zu haben.  Nur Melanie hatte einen kleinen Wermutstropfen hinzunehmen – sie musste 30 Meter schieben, weil der Saft bei ihrem Akku (Sie fuhr aus Solidarität mit meinem ;-).)vorzeitig ausging.

2 thoughts on “Unterwegs auf der Hohen Straße und dem Vulkanradweg – Tag 4 der Deutschlandtour

  1. hallo Manu mal ne Frage kann man eure Räder wenn der Acu leer ist nicht fahren so nur mit treten weil du schreibst Memmel hat geschoben ,Weiter viel Kraft und Spaß Gruß

    1. Doch, die Räder lassen sich schon ohne Motorzuschaltung fahren, aber man hat das Gefühl, man fahre gegen eine Wand bzw. gegen einen Widerstand. Wenn es dann noch bergauf geht, dann hat man verloren, zumal das Rad nur 9 Gänge hat.

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